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Plan für sehr schlechte Momente

Ein persönliches Unterstützungsset kann Orientierung geben – es ist jedoch kein Ersatz für medizinische Notfallversorgung.

Zwei Dinge müssen getrennt bleiben

Ein persönliches Unterstützungsset enthält Dinge und Absprachen, die in einer bekannten schwierigen Situation beruhigen, Orientierung geben oder Hilfe erreichbar machen.

Ein medizinischer Notfallplan wird dagegen mit qualifizierten Fachpersonen für konkrete Erkrankungen, Medikamente oder Warnzeichen erstellt. Er kann festlegen, wann welche medizinische Hilfe erforderlich ist. Ein privater Internettext kann diesen Plan nicht ersetzen.

Die Idee von hallo-schmerz.de

In meinem Beitrag „Das Notfallset“ schreibe ich über Vorbereitung auf starke Schmerzwellen. Für mich kann vertraute Musik eine Rolle spielen. Ich rege dort an, individuell zu überlegen, welche Menschen, Gegenstände, Reize oder Informationen in einer bekannten schwierigen Situation unterstützen können.

Diese Idee wird hier bewusst enger formuliert: Sie gilt für persönlich bekannte Belastungssituationen – nicht als Aufforderung, neue oder gefährliche Symptome selbst zu behandeln.

Persönliche Quelle: eigene Zusammenfassung des Beitrags „Das Notfallset – eine Vorbereitung für den Ernstfall“ (abgerufen am 25. Oktober 2026).

Mögliche Bestandteile

  • ein kurzer Zettel: „Was hilft mir normalerweise, was eher nicht?“,
  • Kontaktdaten einer vertrauten Person,
  • eine aktuelle Medikamentenliste für medizinische Fachpersonen,
  • vereinbarte Ruhe-, Licht- oder Geräuschbedingungen,
  • vertraute Musik oder eine andere bekannte beruhigende Aktivität,
  • der gemeinsam mit Fachpersonen erstellte medizinische Plan, falls vorhanden.

Vorab klären

Wer regelmäßig starke Schmerzepisoden erlebt, kann medizinisch klären lassen, welche Veränderungen noch zum bekannten Muster gehören und welche Warnzeichen sofortige Hilfe erfordern. Besonders neue Lähmungen, Bewusstseinsstörungen, plötzlich auftretende schwere Symptome oder akute Selbstgefährdung gehören nicht in ein Selbsthilfeset, sondern in professionelle Notfallversorgung.